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 Wann sollte der erste Zahnarztbesuch erfolgen?

Ab dem ersten Milchzahn ist ein Besuch beim Zahnarzt sinnvoll und empfehlenswert.

Vorteile:
-Das Kind lernt frühzeitig, einen Fremden in den Mund schauen zu lassen und baut so erst gar keine Angst auf!
-Die Eltern bekommen Tipps und Demonstrationen zur Zahnpflege des Kleinkindes.

Das Ziel ist, Zahnschäden komplett zu verhüten aber selbst wenn doch eine Karies entsteht ist ein kleines, harmloses „Loch“ schnell und ohne Schmerzen gefüllt!

Sieht man das Kind erst mit bereits schmerzhaften, größeren Defekten ist eine längere, möglicherweise unangenehmere Behandlung nötig. Dies kann der Beginn einer „Karriere“ als Angstpatient sein.

 

Wie sollte ich mein Kind vorbereiten?

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© Initiative proDente e.V.

Wenn Ihr Kind bereits Beschwerden hat, sagen Sie ihm nicht, dass der Zahnarzt „nur guckt“ oder dass es „überhaupt nicht weh tut“.
Wenn es irgendwie geht, versuchen wir, in der ersten Sitzung nicht zu behandeln! Leider kann man aber manchmal wegen starker Beschwerden oder aus zahnmedizinisch wichtigen Gründen eine Behandlung nicht aufschieben (Die letzte Entscheidung liegt aber immer bei Ihnen!) Wenn Ihr Kind sich jetzt „betrogen“, fühlt hat der Zahnarzt und auch Sie einen schwer wieder gutzumachenden Vertrauensverlust!

Mein Kind hat Angst / bereits schlechte Erfahrungen gemacht – was jetzt?

Wenn Ihr Kind bereits (warum auch immer) Angst hat, sind zuerst einmal vertrauensbildende Sitzungen nötig in denen -wenn irgend möglich – nur spielerisch „Scheinbehandlungen“ (Zahn mit Instrument bürsten) durchgeführt werden. Hat der kleine Patient dann Vertrauen zu sich und seinem Behandler gefasst, gehen wir die ersten „kleinen“ Füllungen an. Das funktioniert fast immer!
Leider bedeutet das für Sie (und für uns) einen erheblichen Zeitaufwand. Das sollte Ihnen ein Start in ein gesundes Zahnleben Ihres Kindes wert sein.

Ab wann sollten die Milchzähne geputzt werden?

Klare Antwort:
Sobald sie zu sehen sind! (Also etwa ab dem sechsten Monat)
Anfangs jeden(!) Abend und ab dem ersten Lebensjahr morgens und abends.

Benutzen Sie anfangs nur eine winzige Menge Kinderzahncreme (Sie können in der Praxis gerne eine Probe abholen)
Halten Sie die Zahnbürste vor dem Putzen unter heißes Wasser, die Borsten werden dann noch etwas weicher.
Sobald ihr Kind dies wünscht (und das wird sehr bald der Fall sein), darf es selbst „putzen“

Zum Üben bekommt der Anfänger eine eigene Zahnbürste – nicht die, die Mama / Papa benutzen! Nach ein paar Tagen sehen Sie warum (Anfangs besteht das Putzen aus kräftigem „auf der Zahnbürste Kauen“)

Was wird bei der Kinderprophylaxe gemacht?

anfaerben1Bei der Kinderprophylaxe werden die normalerweise unsichtbaren Beläge „Plaque“ angefärbt.
Nun kann man die Problemzonen sehen und zeigen.
Dann wird die Putztechnik geübt und verbessert.
Die Zahnmedizinische Fachassistentin reinigt nun sanft die Zähne.
Zur Sitzung gehört die Aufklärung über eine zahngesunde Ernährung.
Bei kariesintensivem Gebiss erfolgt abschließend eine Behandlung mit einem fluoridhaltigen Schutzlack.

Ihr Nachwuchs sollte zu den Prophylaxesitzungen („Zahnputzschule“) die eigene Bürste / Zahnpflegemittel mitbringen.